Was ist ein Rhododendron

Rhododendren gehören zur grossen Familie der Erica-Gewächse. Der Name stammt aus dem Griechischen und leitet sich ab von rhodon [=Rose] und dendron [=Baum], also Rosenbaum.

 

 

 


Mit diesem Ausdruck benannten die Griechen gemäss Plinius dem Älteren allerdings den Oleander und noch nicht die Pflanze, die wir heute als Rhododendron bezeichnen. Dieser war bis dahin noch unbekannt. Erst im Jahre 1583 wird der Name Rhododendron im Zusammenhang mit unserem Rhododendron ferrugineum [Alpenrose] erstmals erwähnt.

Rhododendren sind seit mehr als 300 Jahren in unseren Breitengraden bekannt und zählen zu den schönsten Blütengehölzen für Gärten und Parkanlagen. Dank leuchtender Farben und herrlicher Blüten erfreuen sie sich grosser Beliebtheit.

 

 

Rhododendron oder Azalea? 

Wissenschaftlich gesehen gibt es für den Botaniker keine Azaleen. Sie ordnen diese der Gattung der Rhododendren zu.

 

 


 

 

Gärtner und Pflanzenliebhaber hingegen unterscheiden zwischen Rhododendren und Azaleen. Eine Unterteilung, die sich schon seit mehr als 300 Jahren als sehr brauchbar erwiesen hat, denn die Azaleen werfen im Herbst ihre Blätter ab. Dies im Gegensatz zu den Rhododendren, welche ihre Blätter behalten. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt japanische Azaleen, die je nach Sorte einen kleineren oder grösseren Teil der Blätter auch den Winter über behalten. Zu den Rhododendren gehören überwiegend immergrüne Arten und Sorten. Und – um die Verwirrung noch etwas zu vergrössern – es gibt auch Rhododendren die nur im Sommer grün sind und im Herbst – wie Azaleen – ihr Grün verlieren.

Übrigens ist der Name Azalea irreführend. Er kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie dürr, trocken und er soll auf den Standort hinweisen. Der berühmte Botaniker Linné hatte fälschlicherweise angenommen, dass die ihm damals bekannten Arten vor allem an trockenen Standorten vorkommen. Heute wissen wir jedoch, dass z.B. Rhododendron viscosum primär an ausgesprochen feuchten Standorten wächst. Daneben gibt es auch Pflanzen mit Vorliebe für trockenere Lagen, wie sie im Kaukasus und in Kleinasien bis in eine Höhe von 1900 Metern vorkommen

 

 

Herkunft

Woher stammen die zahlreichen Rhododendron-Wildarten? Dies ist von grossem geographischem Interesse und gibt wertvolle Hinweise darüber, welche Kulturansprüche Rhododendren stellen. In Europa sind nur neun Arten beheimatet. Aus Nordamerika stammen 24 Arten, während in Australien sogar nur eine einzige heimisch ist.

 

 

   

 

 

Sehr reich an Rhododendren ist Westchina, das die meisten Wildarten der Erde beherbergt. Auch in Zentralchina und dem Himalaja vorgelagerten Gebieten kommen zahlreiche Arten vor. Weitere kleinere Vorkommen sind im chinesischen Küstengebiet, in Nordostasien, Japan und auf dem Malaiischen Archipel anzutreffen. Interessanterweise gibt es Rhododendren weder in Südamerika noch in Afrika. Weitere Informationen zu den Vorkommen finden Sie im Buch von Robert Seleger «Rhododendron und Moorbeetpflanzen, aus der Praxis – für die Praxis». Dieser unentbehrliche Ratgeber für Liebhaber und Gärtner ist im Moor erhältlich.
 

Im Seleger Moor gibt es heute über 200 Arten und Sorten. Robert Seleger führte auch eigene Züchtungen weiter. Hunderttausende Blüten in allen Farben werden auch Sie begeistern. Lassen Sie sich überraschen und entspannen Sie sich bei uns im Rhododendron-Paradies.